Jasmine Klasen
Im Haus der Museen in Olten steht neu der Kiesel im Rampenlicht
Die 16 Velofahrer des MTV Aarburg vor der Seebühne Bregenz.
Bild: zvg
Aarburg Das durfte nicht wahr sein! Kaum warmgefahren, schon Stau durch die Feuerwehr, die einen geknickten Baum freisägen musste. Die Velotour des Männerturnvereins Aarburg hatte aber schon viel früher mit dem Verlad der Fahrräder bei der Schreinerei Bär in Rothrist begonnen. Dann führte der Chauffeur Hans Aeschlimann den Bus mit Anhänger sicher an den Bodensee. Vor Uttwil wurden mit besorgter Miene die immer schneller arbeitenden Scheibenwischer beobachtet. Beim Ausladen fielen dann jedoch nur noch einzelne Tropfen. Die Stimmung stieg – und sank wieder beim schnell länger werdenden Velostau auf dem beliebtesten Radweg Europas. Gemäss offizieller Webseite umrunden jährlich über 800'000 Radler den See.
Beim Kaffeehalt noch vor Kreuzlingen zeigte sich die Sonne und bewog die letzten Pessimisten zum Einpacken des Regenschutzes. Auf der Fähre nach Meersburg reichte es gerade für den Apéro vor dem Mittagessen auf der eleganten «Seeblick»-Terrasse. Von Hagnau ging es flott weiter über Friedrichshafen in Richtung Lindau. Den vereinbarten Zvieri-Treffunkt, also die Garten-theke in Kressbronn, erreichten fast alle, aber leider zu völlig unterschiedlichen Zeiten.
Die Ermahnungen der Partnerinnen, ja genügend zu trinken, wurden hier umgesetzt. Denn nahe der Grenze zu Bayern ändert nicht nur der Inhalt, sondern auch die Mindestgrösse (5 dl) der Biergläser. Abends flanierten und verköstigten sich die Männerturner vorzüglich und übernachteten in der malerischen Altstadt von Lindau. Am Sonntag ging es zügig nach Bregenz. Der Aufstieg zur Oberstadt verlangte zusätzliche Höhenmeter. Den «Bio-Fahrern» (in Unterzahl) wurden die Vorteile der Elektrovelos genüsslich vorgeführt. Danach fuhr der Tross durch das interessante Naturschutzgebiet im Delta des Alpenrheins. Die «Veranda» in Arbon lud zum Baden, Chillen oder einem coolen Drink ein, um die Reststrecke gestärkt unter die Veloräder zu nehmen. Im Bus wurde die Rückfahrt schliesslich mit leicht schrägen Karaoke-Gesängen der Unihockeyaner amüsant verkürzten.
Der Dank geht an Tour-Manager Ernst Jegerlehner für die vorzügliche Organisation. Egal ob mit Muskelkraft oder elektrisch, ob jünger oder älter, ob mit oder ohne «Sattelweh», rund 150 km sind eine tolle Leistung. Dank gelebter Kameradschaft wurde die Bodensee-Rundfahrt zum unvergesslichen Erlebnis.
Paul Karrer
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