Beat Loosli
Emotionaler Abschied des FUKO-Präsidenten
Der Regionalverein «Öisi Aare Niederamt» lud zu seiner Saison-Eröffnung nach Schönenwerd ein. Für das Einsammeln des Abfalls waren die Kids der CEVI Gretzenbach sowie die Geocacher der Nordwestschweiz besorgt. Nach dem Mittagessen hielt Ursina Wüst, Mitgründerin und Gesellschafterin bei der Rangernetz GmbH, Solothurn, ein Referat zum Thema «Bodenbrüter – störungsempfindliche Pioniere».
Erlinsbach/Schönenwerd Gegen 80 Personen nahmen am kürzlich durchgeführten Saison-Eröffnungsanlass des Regionalvereins «Öisi Aare Niederamt» teil. Darunter waren zahlreiche Kids und Jugendliche der CEVI Gretzenbach, Angehörige der Geocacher der Nordwestschweiz Umgebung sowie zahlreiche Delegierte aus den Mitgliedsgemeinden. Sie konnten von Präsident Daniel Gubler begrüsst werden und machten sich gleich danach an die Arbeit; galt es doch, ausgehend vom Versammlungsort auf dem Gelände der SRS Swiss Recycling Services SA in Schönenwerd, am nahe gelegenen Aare-Ufer Abfall einzusammeln. Die Schwerpunkte lagen dabei ober- und unterhalb des «Entennests» in Schönenwerd sowie auf der anderen Aareseite im Bereich «Grien» innerhalb der Gemeinde Erlinsbach SO.
Nach der rund dreistündigen Abfall-Sammelaktion konnten die fleissigen Freiwilligen einige Säcke mit Müll zurückbringen. Es war deutlich weniger als noch vor einem Jahr, als anlässlich der Aktion im Raum Bahnhofbrücke Olten-Winznau beträchtliche Mengen entsorgt werden mussten. Dies kann auch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden, wie es Gubler veranschaulichte: «Die Menge des gesammelten Abfalls war zwar weniger als erwartet. Doch dies kann man auch positiv werten. Offenbar zeigen die vergangenen Massnahmen an der Aare ihre Wirkung. Die Besucher unseres Naherholungsgebietes scheinen nun besser sensibilisiert zu sein und nehmen den Abfall wieder mit oder entsorgen ihn in den bereitgestellten Sammelbehältern».
Nachdem er den Anwesenden für ihren Einsatz gedankt und dabei die wesentlichen Vereinsziele in Erinnerung gerufen hatte – das Verhindern von Littering im Aareraum, das wilde Campieren und Parkieren entlang der Aare, das Eindämmen von Lärmimmissionen und die Rücksichtnahme auf die Natur und die Tiere, die dort leben – war es Zeit fürs Mittagessen. Dabei konnten die Anwesenden von den ostasiatischen Spezialitäten von Thai Gastro Obergösgen profitieren.
Nach dem Mittagessen war die Reihe an Ursina Wüst, Mitgründerin und Gesellschafterin bei der Rangernetz GmbH, Solothurn. Sie kennt das Gebiet «Grien» aus ihrer Ranger-Tätigkeit und hielt ein Referat zum Thema «Bodenbrüter – störungsempfindliche Pioniere», passend zur diesjährigen neuen Plakat-Aktion des Regionalvereins. Zunächst stellte die Referentin die Schwerpunkte des Unternehmens vor: Aufsicht und Sensibilisierung, Besucherlenkung und Inwertsetzung, Exkursionen, Schulungen sowie Naturvermittlung. Das Thema «Bodenbrüter» brachte sie anhand des Flussregenpfeifers (90 bis 120 Brutpaare leben in der Schweiz) und des Flussuferläufers (es hat 70 bis 90 Brutpaare) dar. «Beide Vogelarten stellen hohe Ansprüche an ihren Lebensraum», so Wüst. Und sie dürfen während der Brutzeit – sie platzieren ihre Eier in Kiesbänken entlang von Flussläufen – «keinesfalls gestört werden», wie die Referentin betonte. «Schon eine zehnminütige Störung führt dazu, dass eine Brut abstirbt.»
Auch der Eisvogel, von dem es immerhin 400 bis 500 Brutpaare in unserem Land gibt und welche in Höhlen an Steilufern brüten, brachte sie den Anwesenden näher. «Sie alle müssen sich auf die Herausforderungen an den örtlichen Gewässern einstellen», betonte Wüst. Nicht nur der fehlende Lebensraum und Fressfeinde machten ihnen zu schaffen, sondern auch Schwall- und Hochwasser sowie insbesondere Störungen durch Menschen und Hunde; letztere seien am Aareufer stets an der Leine zu führen. «Nehmen Sie Rücksicht auf die Bodenbrüter», appellierte sie an die Anwesenden.
Zum Abschluss der Veranstaltung würdigte Gubler das Erscheinen und die Mitwirkung der Freiwilligen an diesem Eröffnungstag und bedankte sich für die zahlreiche gute Mithilfe. Speziell betonte er dabei die Unterstützung seitens der SRS Swiss Recycling Services SA, Schönenwerd, welche ihre Halle zur Nutzung, insbesondere für das Mittagessen und das Referat, zur Verfügung gestellt hatte.
pd
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