Der Waschbär
Das niedliche Raubtier stellt die Jäger vor grosse Herausforderungen
Wangen bei Olten Der Kirchgemeinderat der röm. kath. Kirchgemeinde Wangen bei Olten beschrieb die Feierlichkeiten in der Einladung mit dem Motto: «Wir möchten auf die gemeinsame Zeit zurückblicken, Dank aussprechen und miteinander feiern.» Die St. Gallus Kirche in Wangen bei Olten vermochte den erfreulich grossen Andrang der Besucher kaum fassen. Die Verabschiedung von Diakon Sebastian Muthupara nach 32 Jahren als Gemeindeleiter liess sich niemand entgehen. Es war sehr erfreulich, dass viele Familien mit Kindern, junge und ältere Menschen, ehemalige und aktuelle Behördenmitglieder, Vereinsvertreter, Mitglieder der evangelisch reformierten Kirche, sowie auch viele Gläubige von auswärts diesen Gottesdienst besuchten.
Die Kirchgemeindepräsidentin Michaela Moser begrüsste zu Beginn des Abschiedsgottesdienstes die Anwesenden herzlich und erläuterte in einem kurzen Rückblick die langjährige Tätigkeit von Sebastian Muthupara. Der Gottesdienst wurde durch den Bischofsvikar Georges Schwickerath als Vertreter des Bischofsvikariates St. Verena Solothurn geleitet. In seiner Predigt würdigte Schwickerath die beinahe unbegrenzten kirchlichen Aufgaben und Tätigkeitsbereiche, welche Sebastian Muthupara als zuverlässiger, treuer Mitarbeiter ausübte und dabei den Glauben mit höchster Priorität stets in den Mittelpunkt stellte.
Der Kirchenchor Wangen bei Olten mit Projektsängern, unter der Leitung von Claudia Schumacher, bereicherte würdevoll die Feierlichkeiten. Musikalisch begleitet wurde der Chor mit Orgel, Streichtrio und zwei Sopranistinnen. Das Thema des Gottesdienstes, die Verabschiedung, erfolgte mit einer Vielfältigkeit von Mitwirkenden, die mit Texten der Besinnung, Fürbitten und Dankesworten das langjährige Wirken des Gemeindeleiters umschrieben. Verantwortlich für diesen besinnlichen Teil zeichnete sich die
Katechetin Karin Felder.
Gesanglich konnten die Gottesdienstbesucher beim Lieblingslied des scheidenden Diakons beim «Dona Nobis Pacem» volle Unterstützung leisten. Mit etwas Wehmut musste man davon Kenntnis nehmen, dass die ausgeprägte und führende Stimme von Sebastian wohl ein letztes Mal durch die Kirche erklang.
In der sonst ruhigen und meditativen St. Gallus Kirche war der Abschiedsgottesdienst von bewegenden Dankes- und Abschiedsreden geprägt und mehrfach durch stehende, lange anhaltende Ovationen gewürdigt. Die Kirchgemeindepräsidentin überbrachte in ihren Schlussworten als Zeichen der Erinnerung ein von Freunden, Vereinen und Familien zusammengefasstes Buch über persönliche Begegnungen und Tätigkeiten von Sebastian. Ein weiteres Geschenk in Einbezug der Ehefrau Rosaline soll den neuen Weg im Abschied und Ruhestand verschönern und zum gemeinsamen Geniessen einladen.
Der Kirchenchor stellte sich für das Schlusslied mit allen Musizierenden vor den Altar und gab das für alle tiefergreifende Lied «Time To Say Goodbye» zum Besten. Die Abschiedsrede von Sebastian Muthupara am Schluss des Gottesdienstes war geprägt von Dankbarkeit. Er dankte vorab seinem Schöpfer, der ihn berufen, geführt und ihm die notwendige Kraft gegeben hat, dies in guten wie in schwierigen Zeiten, damit er seine kirchlichen Aufgaben stets zum Wohle aller Mitmenschen ausüben konnte. Viele Wege hätte er allein nicht gehen, viele Herausforderungen aus eigener Kraft nicht bewältigen können. Umso mehr erkennt er heute, dass Gottes Segen und Begleitung stets bei ihm waren. Einen speziellen Dank richtete er vor allem auch an alle Anwesenden, an alle Mitglieder der lebendigen Pfarrei Wangen bei Olten, an die Bistumsleitung, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinde, den Ministranten, dem Kirchgemeinderat, den Ökumene Begleitern und an die Gemeindebehörden. Den wertvollsten Dank richtete der Sprechende an seine Frau Rosaline Muthupara, welche für ihn während all der Jahre seiner Berufung eine treue Weggefährtin, verlässliche Stütze und beständiger Rückhalt war. Auch die beiden Kinder mit Enkelkinder, betont der Sprechende, bereichern das Leben der ganzen Familie und sind für uns eine Quelle grosser Freude. Schlussworte mit Nachhaltigkeit: «Ich gehe mit einem Herzen voller Dankbarkeit, vieles werde ich vermissen, doch auch im Sinne, dass jeder Abschied auch ein neuer Anfang ist. Gott liebt euch – ich auch.»
Im Anschluss an die Feierlichkeiten in der Kirche wurden alle Anwesenden zu einem reichhaltigen Buffet in die Halle des Alpschulhauses eingeladen. Eine musikalische Zugabe der Jugendband erfreute mit dem bei allen Kindern.
René Frankiny
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