Jasmine Klasen
Im Haus der Museen in Olten steht neu der Kiesel im Rampenlicht
Vergangene Woche standen die Verantwortlichen des Projekts «Olora Living», einer geplanten Wohnüberbauung direkt hinter dem Sälipark mit 175 Wohnungen, Interessierten im Foyer des Oltner Stadthauses an der öffentlichen Vernissage Rede und Antwort.
Olten In der Dreitannenstadt soll auf bisher teilweise brachliegenden Flächen ein neues Wohnprojekt entstehen: Die Grundeigentümerin Giroud Olma AG plant gemeinsam mit der Gesamtleisterin Halter AG auf den Baufeldern 2 und 3 im Gestaltungsplanperimeter «Sälistrasse – Theodor-Schweizer-Weg» eine moderne Wohnüberbauung mit dem Namen «Olora Living». Während Baufeld 2 im Wesentlichen brach liegt, befinden sich auf Baufeld 3 noch die letzten Gebäude aus dem industriellen Zeitalter, darunter auch Fertigungs- und Montageräumlichkeiten der Firma Acutronic.
Die Baufelder 2 und 3 sollen nun einer zeitgemässen Nutzung zugeführt werden. Ziel ist es, attraktiven Wohnraum in urbaner Lage zu schaffen – mit moderater Dichte und unter Berücksichtigung ökologischer sowie sozialer Aspekte. Der Ansatz der toblergmür Architekten GmbH sowie der Studio Vulkan Landschaftsagentur wusste das Beurteilungsgremium einstimmig und eindeutig zu überzeugen. Ihre Projekteingabe setzte sich durch, weil sie die Anforderungen in städtebaulicher, funktionaler und wirtschaftlicher Hinsicht am schlüssigsten erfüllte. Grundlage dafür war eine fundierte Analyse des Ortes, insbesondere des Übergangs zwischen grossmassstäblicher Bebauung und angrenzendem Wohnquartier.
Ausschlaggebend für das Projekt war mitunter die Qualität der Erschliessung und Freiraumorganisation. Das Projekt sieht ein nachvollziehbares Netz aus Wegen, Plätzen und Höfen vor, das eine gute Orientierung ermöglicht und das Areal sinnvoll mit der Umgebung verknüpft. Gleichzeitig entstehen unterschiedliche Aussenräume mit klar definierten Funktionen und hoher Nutzbarkeit für die Bewohnerschaft.
Auch im Bereich Wohnen überzeugte der Beitrag das Gremium mit einem breiten und gut durchdachten Angebot. Die Wohnungen sind unterschiedlich organisiert, flexibel nutzbar und verfügen über angemessene private Aussenräume, womit verschiedene Zielgruppen angesprochen werden. Positiv bewertet wurden zudem die wirtschaftliche Effizienz und die Umsetzbarkeit. Die kompakte Organisation der Baukörper und der Tiefgarage ermöglicht eine gute Flächennutzung, während gleichzeitig ausreichend Freiraum für Begrünung und klimaökologische Aspekte erhalten bleibt.
Wie sieht der Fahrplan des Projekts aus? «Die Baueingabe ist für den August vorgesehen und wenn es nicht zahlreiche Einsprachen gibt, beginnen wir im Herbst 2027 mit den Bauarbeiten», erklärt Thomas W. Jung, Eigentümer der Giroud Olma AG. Einsprachen seien denn auch die einzige grosse Herausforderung in der Stadt: «Diese gehören in Olten zur Realität jedes grösseren Entwicklungsprojekts. Das braucht Geduld und einen langen Atem – umso mehr freut es uns, dass wir mit ‹Olora Living› jetzt einen konkreten Schritt nach vorne machen können.»
Die fünf Wettbewerbsbeiträge zur geplanten Wohnüberbauung auf dem Gestaltungsplanperimeter «Sälistrasse – Theodor-Schweizer-Weg» sind noch bis am 6. Mai während den Öffnungszeiten im Foyer des Oltner Stadthauses ausgestellt. Alle Informationen und weiterführende Links zum Projekt sind auf der Website der Stadt auffindbar.
Mit der Vorstellung des neuen Wohnprojekts stellt sich die naheliegende Frage, wie es denn nun mit dem angrenzenden Projekt «Sälipark 2020» weitergehen soll. Dazu sagt Thomas W. Jung: «Gerade erst sind neue Läden im Gebäude eingezogen, die gut bei der Bevölkerung ankommen – und auch die Pädagogische Hochschule wird bald ansässig werden. Daher werden wir das Ganze für den Moment etwas ruhen lassen. Das Projekt ‹Olora Living› ist ganz klar jenes, welches wir aktuell umsetzen wollen.» Am Gestaltungsplan Riggenbachstrasse, der bestimmt, wie das Gebiet tatsächlich bebaut und gestaltet werden kann, soll jedoch festgehalten werden. Ob und wie zukünftig ein Projekt «Sälipark 20XY» auf den gewonnenen Erkenntnissen des Projekts «Sälipark 2020» aufbauen wird, ist Stand heute offen und nicht Bestandteil einer Planung.
David Annaheim
nun hoffen wir, dass keine Einsprachen erhoben werden...denn dies würde alles nur wieder verzögern!
Dome antworten
Lade Fotos..