Marco Lorenz
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Mitglieder der Cornhole Warriors Aarburg beim Training in der Turnhalle Paradiesli in Aarburg. 1.v.l.: Stefan Kiefer. 5.v.l.: Kyle St.Aubin. 1.v.r.: Caroline Schumacher. Im Vordergrund das Spielbrett mit den Wurfobjekten
Bild: da
Für viele ist Cornhole hierzulande noch kein Begriff. Doch die Wurfsportart, welche in den USA jedes Kind kennt, erfreut sich in der Schweiz immer grösserer Beliebtheit. Das stellt auch der Verein Cornhole Warriors Aarburg fest, welcher vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde.
Aarburg Beim Wurfspiel Cornhole müssen zwei Kontrahenten versuchen, über eine Distanz von rund acht Metern mit je vier gefüllten Stoffsäckchen ein Loch auf einem Holzbrett zu treffen. Bleibt das Säckchen auf dem Brett liegen, gibt's einen Punkt, fällt es ins Loch, deren drei. Nachdem die Säckchen geworfen wurden, wird abgerechnet: Dem Spieler, der mehr Punkte erzielt hat, wird die Differenz zu jenen des Gegenspielers angerechnet. Wer zuerst 21 Punkte erreicht, hat gewonnen. So simpel wie die Anleitung tönt, spielt sich Cornhole auf den ersten Blick auch, was mitunter ein Grund für dessen steigende Popularität ist. «Cornhole lässt sich bis ins hohe Alter und ohne Vorkenntnisse spielen», erklärt Vereinspräsidentin Caroline Schumacher. Es sei einfach zu erlernen, aber schwierig zu meistern (etwas, das der Autor bestätigen kann: Er verlor seine Testpartie mit 0:21 und 1:21; grossen Spass hat's dennoch gemacht). Cornhole eignet sich bestens für ein Spiel unter Freunden an einem Grillabend, der Sport kann aber auch kompetitiv betrieben werden. «In der Umgebung sind wir der grösste Verein», informiert Vorstandsmitglied Stefan Kiefer. «Insbesondere im Wiggertal gibt es schon viele Clubs, aber auch in der Romandie und im Kanton Bern ist die Szene stetig am Wachsen.» Aus diesem Grund sei derzeit ein Verband auf nationaler Ebene im Aufbau, um der Sportart professionellere Strukturen zu verleihen. «Ziel wäre es», so Schumacher, «in absehbarer Zeit eine Schweizermeisterschaft durchführen zu können.»
Der Verein Cornhole Warriors Aarburg zählt inzwischen 28 Aktivmitglieder, einen Junior und 5 Passivmitglieder. «Hauptschuld» daran, dass der Verein gegründet wurde, trägt Kyle St. Aubin. Er ist in den USA aufgewachsen und hat die Begeisterung für Cornhole über den Atlantik nach Aarburg gebracht: «Zuerst habe ich mit einem Kollegen ein eigenes Board gebastelt, damit wir miteinander spielen konnten – im Garten, in der Badi, überall, wo es Spass machte». Mit der Zeit fanden immer mehr Bekannte gefallen daran, was schliesslich zur Vereinsgründung führte. Inzwischen hat ein Vereinsmitglied sogar bereits einen eigenen Shop (KCA Cornhole) in Betrieb genommen, bei welchem professionelle Spielbretter und Säcklein erworben werden können.
Trainiert wird jeweils donnerstags bei der Schulanlage Paradiesli. Vom 1. April bis 30. September von 19 bis 22 Uhr entweder auf der Turnwiese oder in der untersten Turnhalle. Ab Oktober bis Ende März von 20.30 bis 22 Uhr in der Mehrzweckhalle.
Wer Cornhole einmal ungezwungen am eigenen Leib erfahren möchte, dem bietet sich am Samstag, 14. Oktober, von 10 bis 14 Uhr die Gelegenheit dazu, wenn der Verein zum Tag der offenen Tür in die Mehrzweckhalle einlädt. «Aber auch sonst sind alle willkommen, mit Voranmeldung bei einem Training reinzuschauen», hält Caroline Schumacher fest. Dem Verein beitreten können sowohl Erwachsene als auch Kinder ab 12 Jahren. «Es kommen aber auch oft Familien ins Training, bei welchen entsprechend auch Jüngere mitspielen dürfen», ergänzt Stefan Kiefer.
Im Januar schliesslich organisiert der Verein zum zweiten Mal sein Hallenmaster, bei welchem nebst den Erwachsenen im Einzel und Doppel auch Kinder unter 12 Jahren (bereits ausgebucht!) sowie Junioren am Start stehen können.
Weitere Infos zum Verein:
David Annaheim
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