Beat Loosli
Emotionaler Abschied des FUKO-Präsidenten
Mit dem symbolischen Spatenstich ist diese Woche der Startschuss für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Stadt Olten für die kommenden Jahre gefallen: Die neue Stadtteilverbindung Hammer soll das Quartier Olten Südwest künftig direkt mit dem Bahnhof Hammer und der Innenstadt verknüpfen.
Olten «Heute ist ein besonderer Tag für Olten», begrüsste Stadträtin und Baudirektorin Marion Rauber die Anwesenden des Spatenstichs der Stadtteilverbindung Hammer am Dienstagvormittag, 26. Mai, bei strahlendem Sonnenschein. Das Projekt soll den Stadtteil Olten Südwest an den Bahnhof Hammer anschliessen und mit der Innenstadt verbinden. «Es ist nicht nur eine neue Baustelle, sondern ein Projekt, das die Stadt künftig näher zueinanderbringen wird», so Rauber. «Der Baubeginn sei das Resultat vieler Jahre Planung, Diskussionen, Zusammenarbeit und Beharrlichkeit.» Besonders erfreut zeigte sich die Baudirektorin darüber, dass die Stadtteilverbindung mit vielen Partnern während des laufenden Bahnbetriebs in enger Koordination mit den SBB und den Grundstückseigentümern realisiert werden könne.
Gesamtprojektleiter Moritz Redlich vom Basler Ingenieurbüro Aegerter & Bosshardt AG blickte nochmals zurück auf die bisherigen Meilensteine des Projekts: Im November 2022 erfolgte im Stadthaus die Startsitzung zum Vorprojekt und im März 2024 segnete das Stimmvolk schliesslich einen entsprechenden Baukredit (CHF 24,7 Mio.) ab. Zur Erinnerung: Die Grundeigentümerin von Olten Südwest ist vertraglich verpflichtet, einen Beitrag von rund 16,2 Mio. Franken beizusteuern. Für die Einwohnergemeinde selbst werden Kosten in der Höhe von ca. 4,3 Mio. Franken erwartet.
Auf den Volksentscheid folgten unter anderem die Ausarbeitung des Bauprojekts, die Baugenehmigungen und die Arbeitsvergaben.
Doch was beinhaltet die Stadtteilverbindung denn nun alles? «Es beginnt bei den Anschlussbereichen in Olten Südwest sowie Hammer 2, die in die bestehende Infrastruktur integriert werden sollen. Weiter entstehen zwei Passerellen, eine über die Gäustrasse, die andere über die Dünnern, und in der Mitte befindet sich das Herzstück, die Personenunterführung, die unter dem Bahndamm hindurchführen soll», erklärte Redlich. «Und als wäre dies nicht schon kompliziert genug, kommt auch noch das Schwesterprojekt, der Substanzerhalt Bahnhof Olten Hammer mit der SBB als zweiter Bauherrschaft, hinzu. Im Zuge dessen werde mitunter einerseits der Bahnhofvorplatz neugestaltet, aber auch die Aufgänge zu den Perrons gebaut. Was Redlich besonders freut: «Bis jetzt ziehen alle Beteiligten an einem Strick; etwas, das alles andere als selbstverständlich ist.»
Als erstes wird nun mit dem Bau einer Logistikbrücke über die Gäustrasse begonnen, damit Baumaschinen aus südwestlicher Richtung zur Baustelle gelangen können. Beim Bahnhof Hammer wird derweil ein provisorisches Perron erstellt, welches den Abbruch der alten Unterführung sowie der bisherigen Zugänge zum Mittelperron ermöglicht.
Der Bau der eigentlichen Unterführung nimmt mehr als ein Jahr in Anspruch. Geplant ist der Start im Sommer 2026 mit dem Einbau sogenannter Hilfsbrücken. Diese ermöglichen es, unter den SBB-Geleisen hindurch zu bauen, während der Zugverkehr weiterhin planmässig aufrechterhalten werden kann. Dafür seien präzise Absprachen notwendig, damit Zeitplan, Qualität und Sicherheit des laufenden Bahnbetriebs gewährleistet bleiben.
Die zweite grosse Bauetappe umfasst den Bau der Stadtteilverbindungsbrücken über die Gäustrasse und die Dünnern. Beide Bauwerke sollen gleichzeitig erstellt werden. Deren Bauzeit wird auf knapp ein Jahr geschätzt, der Abschluss ist für Sommer 2028 vorgesehen. Im Anschluss werden die Unterführung mit Licht und die Brücken mit Geländern versehen. Schlussendlich werden dann die die Anschlussbereiche für die beiden Brücken realisiert.
Die Eröffnung der Stadtteilverbindung per se ist auf Ende 2028 vorgesehen, allerdings noch ohne Bahnzugänge, die im Rahmen des Substanzerhalts Bahnhof Hammer erfolgen. Deren Inbetriebnahme ist per Ende 2029 vorgesehen. Das gesamte SBB-Substanzerhaltungsprojekt (Kostenpunkt 75 Millionen Franken), das auch die Erneuerung der Gleisanlagen und Perrons sowie die Anpassung des Freiverlads und ein neues Bahntechnikgebäude vorsieht, soll derweil bis Ende 2031 abgeschlossen sein.
Gut zu wissen: Die Anwesenden des Spatenstichs sollen nicht die letzten gewesen sein, die sich im Rahmen der Bauarbeiten der Stadtteilverbindung an einem Apéro erfreuen durften. Es sind regelmässige Baustellen-Apéros geplant, an denen Interessierte über die aktuelle Bauphase informiert und Fragen aus der Bevölkerung beantwortet werden. Die aktuellen Termine dazu werden jeweils auf der Website der Stadt Olten kommuniziert.
David Annaheim
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