Sarina Moser
Die Trachtgruppe Dulliken konnte sie als neues Mitglied willkommen heissen
Die Literatur & Bühne Olten präsentiert sein fünftes Frühjahrsprogramm mit Literatur, Kabarett und Gesprächen. Den Auftakt macht am 12. März Autor Jürg Beeler, der in Olten aufgewachsen ist. Weitere Namen: Jean Willi, Kilian Ziegler, Franco Supino, Doris und Marco Büchel.
Olten Am 6. November 2021 weihte Autor und Kabarettist Bänz Friedli die Literatur & Bühne an der Leberngasse 17 in Olten ein. Seit 2022 präsentiert die Literaturbühne ein attraktives Frühjahrs- und Herbstprogramm. 130 Autorinnen, Autoren, Künstlerinnen und Literaturschaffende sind bisher aufgetreten. In den bald fünf Jahren darf die Literaturbühne auf ein Stammpublikum zählen. Zum Ambiente gehört auch der persönliche Austausch nach den Lesungen mit den Autorinnen und Autoren bei Wein und Brot.
Am 12. März wird Jürg Beeler den Frühjahrsreigen mit «Josef Lautenbachers Reise nach Flätz» eröffnen. Die Handlung seines neuen Romans spielt in zwei fiktiven (aber bekannten) Städten Nimmerach und Fladenau am Jurasüdfuss. Unschwer lassen sich auch Anklänge an Gottfried Kellers Seldwyler Geschichten finden. Das Gespräch führt Verleger Thomas Knapp. Jürg Beeler ist in Zürich geboren und in Olten aufgewachsen. Der Autor hat schon viele Auszeichnungen erhalten, u. a. den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung. Beeler lebt als freier Schriftsteller in Narbonne (F) und Zürich.
«Die Nacht erzählt uns ein Märchen» heisst der neue Roman von Jean Willi. Der Basler Schriftsteller, Zeichner und Maler lebt seit 1973 auf der spanischen Insel Ibiza. Dorthin entführt der Autor seine Leserinnen und Leser. Bestsellerautor Martin Suter ist vom Buch begeistert: «Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss. Sie ist voller überraschender Wendungen, Gedanken, die ich so noch nie gehabt und Dingen, die ich so noch nie gesehen habe.» Moderiert wird der Abend am 18. März von der Schriftstellerin Rebekka Salm.
Wenn der Slam Poet und Autor Kilian Ziegler auf der Bühne steht, sitzt nicht nur sein Anzug perfekt, sondern auch sein Programm. Der Weg zur Perfektion ist aber lang. Inmitten der Entstehungsphase zeigt der «Im Grunde ‘ne Runde»-Host am 2. April Ausschnitte aus seinem kommenden Bühnenprogramm. In kleinerem Rahmen testet Ziegler neues Material erstmals vor Publikum. Das Try-out wird also zeigen, was unbedingt ins neue Programm muss und was den Weg in die ewigen Untiefen des Papierkorbs findet. Eine Standortbestimmung vor Zuhörenden, alles work in progress, und gerade deswegen einmalig.
Zwei aussergewöhnliche Menschen sind am Sonntag, 19. April, zu Gast beim Tischgespräch. Doris Büchel ermöglicht es Menschen im letzten Lebensabschnitt, prägende Momente ihres Lebens schriftlich festzuhalten und die eigenen Hoffnungen und Wünsche mit anderen zu teilen. In ihrem Bestseller «Wie lange ist nie mehr» setzt sie sich intensiv mit der Endlichkeit auseinander. Marco Büchel war während 20 Jahren eine prägende Figur im Skizirkus. Er gewann WM-Silber im Riesenslalom, feierte im Weltcup 4 Siege, 18 Podestplätze und 90 Top-Ten-Rangierungen. Er nahm an 10 Weltmeisterschaften und 6 Olympischen Spielen teil. Heute ist er Ski-Experte beim ZDF, hält Referate und engagiert sich für verschiedene gemeinnützige Organisationen.
Franco Supino war 36 Jahre lang in der Lehrerbildung tätig und hat sich immer wieder zu den verschiedenen Facetten des Lehrens und Lernens, zur Institution Schule und zur Rolle der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen geäussert. Im Juni erscheint sein neues Buch «Ich wünschte, die Welt wäre der reinste Kindergarten». Christine Tresch unterhält sich am 16. Juni mit dem Autor aus Solothurn über das zentrale Thema «Bildung». Warum wird das rücksichtslose Aneinander-Vorbeireden als Kindergarten bezeichnet? Was müsste sich in der Schule verändern, damit sie (endlich!) eine Schule für alle wird – und warum gelingt dies nicht?
Tickets inkl. Wein und Brot: www.literaturbuehne.ch oder am Schalter von Region Olten Tourismus, Frohburgstr. 1, Olten.
pd
Lade Fotos..