Michele Macagnino
Der Vorstand des FC Olten im grossen Interview
Vergangene Woche wurde in Olten feierlich das neue Gebäude der Arkadis-Stiftung an der Von Roll-Strasse 1 eingeweiht. Darin befinden sich mitunter Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung sowie Schul- und Therapieräume.
Olten Die Stiftung Arkadis in Olten ist ein Dienstleistungs- und Fachzentrum einerseits für Kinder und Jugendliche inklusive ihres sozialen Umfelds mit einer Behinderung, Entwicklungsbeeinträchtigung oder -gefährdung und/oder mit einem besonderen gesundheitlichen oder sozialen Unterstützungsbedarf. Andererseits aber auch für Erwachsene mit einer Behinderung, primär mit einer kognitiven Beeinträchtigung und/oder cerebralen Bewegungsstörung.
Der nun eingeweihte Neubau an der Von Roll-Strasse 1, an welcher sich früher das Restaurant Wartburg befand, ist ein Meilenstein der Stiftungsgeschichte: «Mit dem Bau haben wir versucht eine Teilantwort auf das Bedürfnis des autonomen Wohnens zu geben», erklärte Stiftungsdirektor Aldo Magno im Rahmen der Einweihungsfeier. Bei der «Protagonistin» des Anlasses handelt es sich um ein siebengeschossiges Haus. Zwei Stockwerke sind unterirdisch, mit Platz für eine Tiefgarage, Technik- und Lagerräume. Den ersten drei Stockwerken wurde eine gewerbliche Nutzung zugeführt: Einerseits für das Heilpädagogische Schulzentrum als Mietpartner mit zwei neuen Schulzimmern sowie einer Administration, andererseits für die Arkadis selbst in der Form eines Therapieangebots für Kinder. Insbesondere wurde Raum geschaffen für psychologische Beratungen und die Psychotherapie. «Das eigentliche Kernstück des Gebäudes sind die oberen drei Stockwerke mit insgesamt zwölf barrierefreien Ein- bis Dreizimmerwohnungen», so Aldo Magno. Diese kommen hell und funktionell daher und wurden nach ECO-Minergie-Standard gebaut – ein Standard, der als besonders kreislauffähig und ökologisch gilt.
Die Wohnungen sollen übrigens nicht ausschliesslich Menschen mit einer Behinderung zur Verfügung gestellt werden, angestrebt wird eine gemischte Mieterschaft, um den Gedanken der Inklusion vorzuleben.
Frau Landammann Susanne Schaffner unterstrich, dass ihr als Sozialdirektorin der Bereich Behinderung sehr am Herzen liege: «Der Regierungsrat hat erst letzte Woche die Bedarfsanalyse und Angebotsplanung 2030 verabschiedet, in welcher festgehalten wird, dass Menschen mit Behinderung im Kanton Solothurn ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.»
Urs Knapp, Arkadis-Stiftungsratspräsident, hielt in seinem Grusswort wiederum fest, dass die Arkadis bewusst mitten in Olten aktiv ist: «Unsere Klientinnen und Klienten sind ein sichtbarer Teil der städtischen Gesellschaft. Damit leben wir Inklusion seit über 50 Jahren vor.» Am neuen Ort erhalten die Menschen die Möglichkeit, eine Wohnung zu mieten – und bei Bedarf gleichzeitig Fachleistungen der Arkadis zu beziehen. Dies schaffe Flexibilität sowie Durchlässigkeit und ermögliche so mehr Selbstständigkeit.
David Annaheim
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