Marco Lorenz
Dullikens Gemeindepräsident blickt zurück auf seine ersten Monate im Amt
Christoph Blocher
In einem Interview hat mich der Journalist Matthias Ackeret gefragt: «Es könnte ja sein, dass Herr Trump sagt: ‹Die UBS kommt jetzt nach Amerika.›» Meine Antwort lautete: «Dann muss die UBS entscheiden, ob sie nach Amerika gehen will.» Ackeret fragte nach: «Was würde das für die Schweiz bedeuten?» Ich erwiderte: «Dann hätten wir die UBS nicht mehr in der Schweiz.» Die Antwort war offenbar so kurz und bündig, dass das Publikum mit grossem Gelächter reagierte.
Solange es der UBS gut geht, sind wir froh, dass sie ihren Sitz hier hat. Ich glaube nicht, dass die UBS wegzieht, weil sie eine schweizerische Bank ist – mit allen Vorteilen, die das bietet. Aber wenn in Bern allzu drastische Auflagen gemacht werden, ist ein Wegzug eine reelle Möglichkeit. Auch bei 100 Prozent Eigenkapital ist eine Bank (wie jedes andere Unternehmen) immer noch gefährdet, unterzugehen. Sie wird vielleicht etwas sicherer, verliert aber an Konkurrenzfähigkeit.
Das ist aber keine Lösung für das Problem, dass die UBS nicht untergehen darf, weil sie die ganze Volkswirtschaft mitreissen würde («Too big to fail»). Bisher konnte noch immer eine grössere Bank eine kleinere, die ins Strudeln kam, retten. Bei der UBS ist das nicht mehr möglich. Jetzt ist Ende der Fahnenstange.
Die Too-big-to-fail-Problematik wird brennender. Ob und wie könnten die Schweiz und damit die Steuerzahler die Grossbank noch auffangen? Wegen des untragbaren Risikos für die Schweiz schlage ich vor, dass sich die UBS in zwei separate Institute aufteilen sollte: eine UBS Schweiz und eine UBS Amerika, das heisst in zwei völlig getrennte Banken. Das wäre machbar: Man gibt den bisherigen Aktionären der UBS zwei Aktien. Eine für die UBS Schweiz und eine für die UBS Amerika.
E gfreuti Wuche
Christoph Blocher
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