Michele Macagnino
Der Vorstand des FC Olten im grossen Interview
Am vergangenen Wochenende luden Oliver Jacobs von Jacobs Beratung und Nadine Flück von Flück Beratung zum Tag der offenen Tür im Mollipark in Zofingen ein. Im Rahmen der Nationalen Aktionswoche für Kinder von Eltern mit Suchterkrankung ging dem Anlass ein Fachtreffen voraus, welches die Bedeutung ihres Angebots unterstrich.
«Es ist an der Zeit, den Elefanten im Raum anzusprechen», eröffnete Nicole Künzi, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung «Sucht Schweiz», ihr Referat. Denn aktuell wachsen rund 100'000 Kinder in der Schweiz mit einem Elternteil auf, der Alkohol oder andere Substanzen in riskanter Weise konsumiert – mit negativen Folgen für die Entwicklung des Kindes. Sie ging auf Wechselwirkungen der Sucht auf die Elternschaft ein und darauf, wie Fachpersonen konkret reagieren können, um mögliche Folgen für Kinder zu minimieren. Zudem erklärte sie, warum psychologische und andere Begleitungsangebote – wie Jacobs Beratung und Flück Beratung – eine wichtige Rolle spielen.
Der Wille, anderen im Umgang mit Sucht zu helfen, entspringt dabei der bewegten Lebensgeschichte von Oliver Jacobs und dessen Lebenspartnerin Nadine Flück selbst. Oliver kennt die Sucht nur zu gut: In jüngstem Alter beginnt er, Cannabis und Alkohol zu konsumieren. «Ich fand schon damals keine Ruhe, keinen Frieden mit mir selbst», erinnert er sich heute.
Schnell mischen sich Partydrogen dazu, er konsumiert öfter und immer mehr. Schon bald findet er sich in einer tiefen Sucht wieder. Partnerin Nadine bemerkt anfänglich nicht viel: Eine «Zigi» oder ein Bierchen zwischendurch war für sie zunächst nichts, was auf ein problematisches Verhalten hindeutete. In der ersten gemeinsamen Wohnung erkennt sie jedoch das Ausmass. Sie bleibt an seiner Seite – auch wenn viele ambulante Therapien erfolglos bleiben.
Den Wendepunkt markiert der Moment, als Oliver erfährt, dass er bald Vater wird. «Ich wusste einfach, dass es so nicht weitergeht und dass ich ein Vorbild für meine Kinder sein will», erinnert er sich heute. Er entscheidet sich für eine stationäre Therapie und anschliessende intensive psychologische Begleitung – mit Erfolg.
Heute bündelt das Paar seine Erfahrungen mit fundierter Ausbildung in zwei eigenständigen Angeboten – Jacobs Beratung und Flück Beratung. Beide haben einen klaren Fokus auf Suchtberatung und die Begleitung von Betroffenen und Angehörigen. Oliver Jacobs ist auf Suchterkrankungen (stoff- oder verhaltensgebunden), Angehörigenberatung und Co-Abhängigkeit (Mitbetroffenheit) spezialisiert. Nadine Flück lässt ihre persönlichen Erfahrungen ebenfalls in ihre Arbeit einfliessen. Sie bietet psychologische Beratung speziell für Angehörige, Frauen, Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche an.
Neben den normalen Sitzungen, die auch online jederzeit möglich sind, bietet Jacobs Beratung und Flück Beratung zudem ein Intensivcoaching an: eine intensive Begleitung mit mehreren Terminen pro Woche über drei bis fünf Monate, je nach Situation und Möglichkeiten der Klienten.
Ab Mai bietet das Paar zudem an jedem ersten Mittwochnachmittag des Monats eine «Walk-in-Beratung» an. Die Idee: Ohne Voranmeldung in einem kurzen, kostenlosen Erstgespräch Hilfe erhalten und mögliche nächste Schritte planen.
«Wir gehen mit dem Klienten», sagt auch Nadine Flück. Als Angehörige eines ehemaligen Suchtbetroffenen weiss sie um die organisatorische Seite, die eine Sucht mit sich bringt. So wird auch Hilfe geboten, wenn es etwa um die Kommunikation mit offiziellen Stellen, Anmeldungen und Konsequenzen im Beruf geht – ebenso wird Unterstützung vor, während und nach einem Klinikaufenthalt oder einer Behandlung geboten.
«Für viele beginnt Veränderung mit einem ersten Gespräch – und der Erkenntnis, den Weg nicht alleine gehen zu müssen».
jacobs-beratung.ch
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flueck-beratung.ch
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076 373 99 06
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Joel Dreier
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