Fritz Gassmann
Was steckt eigentlich hinter Künstlicher Intelligenz?
Marco Lorenz.
Bild: zvg
Im Jahresinterview spricht Dullikens neuer Gemeindepräsident Marco Lorenz über prägende Ereignisse im vergangenen Jahr, die gute Arbeit im Gemeinderat und den Kommissionen sowie die zentralen Herausforderungen und Projekte, die Dulliken 2026 beschäftigen werden.
Marco Lorenz, 2025 wurden Sie zum neuen Gemeindepräsidenten von Dulliken gewählt. Was bedeutet Ihnen dieses geschenkte Vertrauen und wie ist der Gemeinderat in die neue Legislatur gestartet?
Ich habe mich sehr über meine Wahl und das mir damit geschenkte Vertrauen der Dulliker Bevölkerung gefreut. Es ist für mich eine grosse Ehre, dieses Amt ausüben zu dürfen. Der Gemeinderat ist sehr gut in die neue Legislatur gestartet und es macht Freude, mit meinen Kolleginnen und Kollegen die Herausforderungen anzupacken. Dulliken steht für politische Stabilität und ein konstruktives Miteinander. In den vergangenen Jahren wurde hervorragende Arbeit sowohl im Gemeinderat, in den Kommissionen wie auch in der Verwaltung, dem Werkhof und der Schule geleistet. Dafür bin ich enorm dankbar.
Welche Ereignisse in Dulliken im Jahr 2025 bleiben Ihnen abgesehen davon in besonders guter Erinnerung?
Dulliken befindet sich in einer interessanten Entwicklung. Besonders freue ich mich auf das neue Schulhaus und den neuen Kindergarten, deren Baufortschritt wir miterleben dürfen. Zu Beginn meiner Amtszeit durfte ich als Festredner an der 1.- August-Feier auftreten. Es hat mich sehr gefreut, dass ausserordentlich viele Einwohnerinnen und Einwohner in der Mehrzweckhalle anwesend waren. Wie jedes Jahr ist das Dulliker Beizlifest ein besonderes Highlight und es ist wunderbar, wie viele helfende Hände – vor allem aus Vereinen – sich dabei engagieren und so zu einem grossartigen Anlass beitragen. Ein grosses DANKESCHÖN dafür. Besonders inspirierend und schön waren für mich die Begegnungen mit der Dorfbevölkerung und die vielen positiven Feedbacks zum Legislaturstart.
Viel zu reden gab ein Liegenschafts-erwerb der Suchthilfe Ost in unmittelbarer Nähe zum Schulareal. An der Gemeindeversammlung hat eine Mehrheit der Anwesenden nun klar gemacht, dass an diesem Ort kein entsprechendes Angebot gewünscht wird – die Einwohnergemeinde soll ein Kaufangebot für die Liegenschaft abgeben. Sind Sie guter Dinge, dass sich mit der Suchthilfe Ost eine Lösung finden lässt, die eine Mehrheit der Einwohnenden zufriedenstellt?
Ich verstehe die Bedenken der Einwohnerinnen und Einwohner gegenüber dem Standort. Der Auftrag mit der Erheblicherklärung der Motion zum Liegenschaftskauf wurde uns an der Gemeindeversammlung gegeben und diesen Auftrag führe ich zusammen mit dem Gemeinderat natürlich aus. Jedoch ist uns bekannt, dass zum heutigen Zeitpunkt keine Verkaufsabsicht der Suchthilfe Ost GmbH besteht und sie am Standort das vorgesehene Tagwerk und das begleitete Wohnen in Betrieb nimmt. Es wird wichtig sein, mit den Verantwortlichen im konstruktiven Austausch zu stehen und die Vorhaben eng zu begleiten. Sollte die Suchthilfe wider Erwarten künftig andere Absichten haben, stünden wir für Gespräche zur Verfügung.
Welche Herausforderungen galt es im Jahr 2025 sonst noch zu meistern?
Wir stehen in der Ortsplanungsrevision (OPR) und konnten die gemeindeseitigen Arbeiten Ende Oktober abschliessen. Aktuell läuft der Genehmigungs- und Beschwerdeprozess zur OPR beim Kanton (Regierungsrat und Amt für Raumplanung). Wir rechnen aktuell mit einer Genehmigung und (Teil)-Inkraft-setzung der Nutzungsplanung im Sommer/Herbst 2026. Daneben befinden wir uns in der Renovation unserer Wasserversorgung, ein wichtiges Projekt für die Gemeinde. Im August starteten wir mit einer leicht angepassten Kommissionslandschaft in die neue Legislatur. Es entstanden neue Kommissionen wie die KOAG (Kommission für Alter und Gesellschaft), die Planungskommission und die Umweltschutzkommission, die beide aus der ehemaligen Bau-, Planungs- und Umweltschutzkommission BPUK entstanden. Daraus ergeben sich für die Gemeinde neue Inputs, Synergien, aber es entstehen auch Schnittstellen, die es zu handhaben gilt. Wir sind auf einem guten Weg und der Gemeinderat hat für die Erarbeitung der Legislaturziele die Kommissionspräsidien mit einbezogen.
Wie schreiten die Bauarbeiten des bereits erwähnten Schul- und Kindergartenneubaus voran? Kann beides wie geplant in diesem Jahr bezogen werden?
Die Arbeiten schreiten nach Plan voran und wir dürfen das neue Schulhaus nach den Frühlingsferien und den neuen Kindergarten nach den Sommerferien 2026 in Betrieb nehmen. Dazu wird es im Rahmen des Dulliker Beizlifestes vom 4. bis 6. September 2026 eine offizielle Einweihungsfeier geben.
Welche weiteren Projekte werden Dulliken 2026 beschäftigen?
Es laufen oder starten einige Vorhaben:
Sie haben das letzte Wort.
Ich bedanke mich herzlich für das Interview. Aktuell sind unsere Gedanken bei den Opfern und den Angehörigen der Brandkatastrophe von Crans-Montana. Mit viel Elan und Herzblut gehe ich zusammen mit dem Gemeinderat, den Kommissionen und der Verwaltung die Aufgaben 2026 an. Den Einwohnerinnen und Einwohnern wünsche ich alles Gute im neuen Jahr und freue mich auf die Begegnungen in unserem Dorf.
Interview: David Annaheim
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