Gaby Kristandl
Sie führte durch das Jahreskonzert der MG Lostorf
Beim von Bischof Frank Bangerter geleiteten christkatholischen Patroziniums-Gottesdienst in der Oltner Stadtkirche gedachte man des heiligen Martin.
Olten Am zweiten Sonntag im November fand das Patrozinium in der Stadtkirche statt, bei welchem die christkatholische Kirchgemeinde Region Olten St. Martin, ihrem Kirchenheiligen, mit rund 60 Anwesenden gedachte. «Mit der Teilung seines Mantels, wovon er die Hälfte einem Bettler gab, verkörpert er Werte wie Mitgefühl und Bescheidenheit. Und mit dem anschliessenden Raclette-Essen stärken wir unser Gemeinschaftsgefühl», meinte Kirchgemeindepräsidentin Monique Rudolf von Rohr bei der Begrüssung.
Bischof Frank Bangerter, der den Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Ilja Kaplan zelebrierte, erklärte in seiner Predigt: «Wenn unser Auge klar ist, sehen wir das Licht. Wenn es getrübt ist, nur die Dunkelheit.» Den Gottesdienst mit dem heiligen Martin im Zentrum sah er «als Gelegenheit, das Herz reinigen zu lassen». Denn man sehe nur mit dem Herzen gut, und der heilige Martin habe das Evangelium wie kaum ein anderer verkörpert. «Als er seinen Mantel mit dem Bettler teilte, hat er Mitgefühl gezeigt», führte er aus. Er habe das Licht Gottes, also das Evangelium, tief in sich getragen und die Barmherzigkeit gelebt. «Gott hat uns sein Licht anvertraut», so der Bischof. Er forderte die Gemeinde auf, diese Lichter gemeinsam leuchten zu lassen «und zusammen zu teilen, was wir haben». Und das Patrozinium biete die Gelegenheit, dieses Licht zu leben.
Beim anschliessenden Raclette-Essen im Kirchgemeindehaus, bei dem der emeritierte Pfarrer Roland Lauber und dessen Sohn Emanuel an den Raclette-Öfen wirkten, genossen etwa 40 Anwesende das gemütliche Beisammensein. Die Kirchgemeindepräsidentin lobte den Einsatz der beiden und hielt anerkennend fest: «Roland Lauber betreibt bei diesem Anlass jeweils sehr viel Aufwand.» Und der Bischof erwähnte: «Es ist grossartig, dass die Präsidentin die Kirchgemeinde so zusammenhält. Dies ist sehr wichtig, aber nicht selbstverständlich.» Entsprechend ernteten die Protagonistin und die Protagonisten sehr viel Applaus.
Beat Wyttenbach
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