Fritz Gassmann
Was steckt eigentlich hinter Künstlicher Intelligenz?
Silvia Huber.
Bild: zvg
Am 8. März stimmen wir über die SRG-Halbierungsinitiative ab. Ich stimme klar Nein – aus der Überzeugung, dass Qualitätsjournalismus ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie ist. In einer Zeit, in der sich Gerüchte und Schwarz-Weiss-Botschaften in sozialen Medien rasend schnell verbreiten, brauchen wir einen Akteur, der uns verlässlich und fundiert informiert. Einen Informationskanal, der nicht obskuren, gewinnorientierten Algorithmen folgt, sondern einem klaren journalistischen Auftrag.
Die Initianten sind überzeugt, dass der Medienmarkt und unsere Meinungsbildung auch ohne starken Service public funktionieren würden. Ihr Motto: «200 Franken sind genug!» Doch was bedeutet das in der Praxis? Ich wage die Prognose, dass halbierte Gebühreneinnahmen unweigerlich zu einer halbierten Leistung führen würden: weniger investigative Recherche, weniger regionale Berichterstattung und weniger öffentlicher Diskurs, der uns aus unseren Informationsblasen holt.
Nicht jede Sendung der SRG passt mir – weder im klassischen Fernsehen, das ich immer seltener nutze, noch im Radio oder in den SRG-Online-Kanälen. Manches ärgert mich, vieles, was andere begeistert, lässt mich den Kopf schütteln. Und das ist gut so. Es zeigt, dass Meinungsvielfalt geboten und intellektuelle Reibung ermöglicht wird. Genau das brauchen wir: unabhängige Information, die gesellschaftlichen Diskurs fördert, ohne zu spalten.
Auch für mich ist es verlockend, kurzfristig eine nicht unerhebliche Summe zu sparen. Langfristig aber verlieren wir etwas viel Wertvolleres: eine gemeinsame Faktenbasis und qualitativ hochwertigen Journalismus, der unsere Demokratie stärkt. Ich hoffe, dass dies alle bei ihrer Stimmabgabe bedenken.
Silvia Huber, GLP Olten
Nächste Woche:
Die Mitglieder der Oltner Ortsparteien schreiben abwechselnd «Blickwinkel»-Kolumnen in der NOZ. In der kommenden Ausgabe an der Reihe: Die Grünen / Jungen Grünen.
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