Marco Lorenz
Dullikens Gemeindepräsident blickt zurück auf seine ersten Monate im Amt
Was aus einer Notsituation heraus entstanden ist, hat sich in den vergangenen 25 Jahren zu einer festen Institution entwickelt: Die Dulliker Waldchutzen unterhalten Waldwege, Rastplätze und Weiteres und kümmern sich um den jährlichen Weihnachtsbaumverkauf.
Dulliken Die Freiwilligengruppe Waldchutzen wurde nach dem verheerenden Lothar-Sturm im Dezember 1999 von Bürgerrat und Forstkommission ins Leben gerufen, um den Revierförster bei den umfangreichen Aufräumarbeiten im Wald zu unterstützen. Seither leisten die Waldchutzen Jahr für Jahr einen wertvollen Beitrag zur Pflege und zum Erhalt des Dulliker Waldes.
Heute treffen sich die engagierten Helferinnen und Helfer an acht bis zehn Samstagen pro Jahr. Die notwendigen Arbeiten werden von der Forstkommission organisiert und reichen von der Pflege der Waldwege, über das Schneiden von Bäumen und Sträuchern an Wegrändern bis hin zum Setzen neuer Ruhebänke. Auch die Waldweiher werden bei Bedarf unterhalten. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem dem Rastplatz Borstrain, wo nötigenfalls Tische und Bänke instand gestellt werden – und leider manchmal auch Aufräumarbeiten nötig sind.
Einen grossen Teil der Arbeit macht die Pflege der Weihnachtsbäume aus. Diese beginnt bereits im Frühling, wenn an einem einzigen Samstag mehrere Hundert junge Rot- und Nordmanntannen gesetzt werden. Über das Jahr hinweg muss das Gras zwei- bis dreimal mit kleinen Motormähern entfernt werden – eine arbeitsintensive Aufgabe, die viel ehrenamtliche Zeit erfordert.
Ein Höhepunkt des Jahres ist schliesslich der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf. Dieser ging am vergangenen Samstag im Holzschopf an der Wartburgstrasse in Dulliken über die Bühne. Am beliebtesten waren – wie überall in der Schweiz – die Nordmanntannen. Von den 250 bis 300 Tannen, welche an diesem Tag verkauft wurden, dürften gegen Drittel auf dieses Kieferngewächs zurückzuführen sein.
Der Anlass ist mittlerweile aber längst mehr als nur ein Baumverkauf: Für die Besucherinnen und Besucher gibt es eine Festwirtschaft sowie einen Gratis-Glühwein oder Punsch. Zudem wurde der Anlass heuer mit weihnachtlichen Klängen von Mitgliedern der Musikgesellschaften Dulliken, Starrkirch-Wil und Obergösgen umrahmt. Als Highlight zum 25-Jahre-Jubiläum haben sich die Waldchutzen zudem etwas Besonderes einfallen lassen: Erstmalig statteten die Treichler der St. Niklaus Gruppe aus Olten dem Holzschopf einen Besuch ab.
Wer die Waldchutzen in ihrem Tun unterstützen möchte, darf sich jederzeit bei ihnen melden.
David Annaheim
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