Sarina Moser
Die Trachtgruppe Dulliken konnte sie als neues Mitglied willkommen heissen
Sorgen auf der Bühne wieder für beste Unterhaltung (v. l.): Marco Lurati, Thomas Hengartner, Andrea Lustenberger, Barbara Gautschi, Mägy Hafner, Manuela Robert, Urs Keller, Maya Gmür und Angela Gmür. Auf dem Bild fehlt Sandra Wyss.
Bild: da
Am 18., 20. und 21. März ist es wieder so weit: Die Laienbühne Lostorf lädt ein zum Theaterstück «S'Meieli serviert im Löie» – dieses stammt aus der Feder der Vereinspräsidentin Maya Gmür.
Lostorf Nachdem die Laienbühne Lostorf im letzten Jahr für «Chaos bim Bestatter» sorgte, bringt sie diesen März mit «S Meieli serviert im Löie» eine humorvolle Zeitreise auf die Bühne der Dreirosenhalle. Schauplatz ist das besagte heruntergekommene Hotel Löwen, das seine besten Jahre längst hinter sich hat. Eine Wirtin mit grossen Sorgen, freches Personal, eine neugierige Dorftratsche, ein Landstreicher, der um sein Zuhause kämpft und weitere skurrile Charaktere sorgen für Turbulenzen und komische Momente. Als schliesslich auch noch die neue Serviertochter Meieli auftaucht, die sich nichts gefallen lässt und den Betrieb gehörig aufmischt, sind alle Zutaten für ein geselliges Lustspiel beisammen.
Seit September ist das Theater-Ensemble fleissig am Proben. Während sich die Spielenden einerseits bei den Aufführungen im März jeweils an einer voll gefüllten Dreirosenhalle erfreuen dürfen, ist es handkehrum Jahr für Jahr dieselbe Herausforderungen, motivierte Spielbegeisterte für sich zu gewinnen. «In Kienberg etwa sieht es ganz anders aus. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir Ende Januar deren Theater besucht haben», erzählt Maya Gmür. «Da Kienberg ländlicher ist als Lostorf, ist die Verbundenheit zu den Dorfvereinen dort entsprechend grösser.» Trotzdem gelang es der Dorfbühne Lostorf auch für den Theaterjahrgang 2026 wieder, zehn spielfreudige Laien für sich zu gewinnen. Darunter viele bekannte Gesichter, mit Urs Keller und Sandra Wyss stehen aber auch zwei neue Laien auf der Bühne.
Das Stück «S Meieli serviert im Löie» in drei Akten von Maya Gmür verspricht beste Unterhaltung mit viel Charme, Witz und einem liebevollen Blick auf Menschen, die trotz widriger Umstände zusammenhalten. «Das Werk habe ich vor rund 25 Jahren geschrieben», erzählt die Präsidentin der Laienbühne. Es sei daher auch in der damaligen Zeit angesiedelt, habe jedoch nichts an Aktualität verloren – Stichwort Beizensterben. Das Stück wurde aber auch deshalb ausgesucht, weil es von den Rollen sowie deren Anzahl gut zum Ensemble passt. Der eigentliche Vorschlag zur Stückwahl kam von Maya Gmürs Tochter Angela Gmür. «Sie fragte mich, ob ich ihr nicht einmal meine alten Stücke ausborgen könne. Als sie diese dann gelesen hatte, stach ‹s Meieli› heraus.» Gleichzeitig bedeutet dies für Angela Gmür auch viel Text büffeln. Sie spielt nämlich die titelgebende Hauptrolle, für welche 182 Einsätze einzustudieren sind.
Maya Gmür wiederum steht bei der Laienbühne seit Jahren nicht nur auf der Bühne, sondern zeichnet auch für die Regie verantwortlich. Obschon das Stück aus ihrer eigenen Feder stammt, beharrt sie nicht stur darauf, dass dieses 1:1 umgesetzt wird: «Durch das Spielen entdecken wir immer wieder Passagen, in denen etwas eingebaut oder umgeändert werden könnte. Ich habe sogar alle dazu ermuntert, sich zu melden, wenn sie eine gute Idee haben», so Maya Gmür. Das Resultat: Teils kommt es zu amüsanten Einlagen, die sich Gmür selbst gar nicht getraut hätte, einzufügen.
Oft wurde «S Meieli serviert im Löie» bis dato noch nicht aufgeführt. Dafür sieht die Autorin zwei Hauptgründe: «Als ich seinerzeit mit dem Schreiben von Stücken begonnen hatte, war ich mir des Unterschieds zwischen Volksstück und Lustspiel noch nicht ganz bewusst», erklärt die Autorin. Ein Volksstück handelt in der Regel vom Alltag einfacher Leute, in dem Humor und Ernst nebeneinander Platz finden. «Erfahrungsgemäss kommen Lustspiele bei uns aber besser an, weshalb wir zusätzliche Lacher eingebaut haben», so Gmür. Es handelt sich nun somit um ein reines Lustspiel, das trotz der Umwandlung seinen ursprünglichen Sinn der Geschichte nicht verlieren soll. Der zweite Grund, der viele an einer Aufführung des Stücks hindert: Im letzten Akt erfährt das Bühnenbild der heruntergewirtschafteten Beiz eine markante Veränderung, was mit entsprechendem Aufwand verbunden ist. Da mit Angela Gmür jedoch eine gelernte Malerin im Verein ist, liess sich auch für diesen «Tapetenwechsel» eine praktische Lösung finden.
Nun hofft die Laienbühne Lostorf, dass das diesjährige Lustspiel erneut bei vielen Interessierten ebendiese Lust am Theaterbesuch weckt. Und wenn's ganz gut kommt, gibt der Theaterbesuch vielleicht sogar einen Anstoss dazu, in einem Jahr selbst auf der Bühne zu stehen.
Wann: Premiere am Mi, 18.3., Theaterbestuhlung mit Getränken & Snacks (Türöffnung 19 Uhr), Eintritt CHF 15.-. Am Fr, 20.3. & Sa.
21.3. mit Festwirtschaft (Türöffnung 18.30 Uhr), Eintritt CHF 18.-. Am Sa mit Tombola. Theaterbeginn ist stets um 20 Uhr.
Wo: Dreirosenhalle Lostorf.
Vorverkauf: Ab dem 24. Februar entweder telefonisch bei Ursula Stampfli, 079 512 18 01 (MO / DI / FR, 18 – 20 Uhr) oder online auf www.eventfrog.ch
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