Fritz Gassmann
Was steckt eigentlich hinter Künstlicher Intelligenz?
Für das Areal der Coop-Verteilzentrale ist neu die Regionalfeuerwehr Untergäu unter der Leitung von Kommandant Philipp Felder (7. v. r.) zuständig. Der langjährige Kommandant der Coop-Betriebsfeuerwehr, Roger Vogel (Mitte, grünes Shirt), gab derweil in den letzten Monaten sein grosses Wissen über die Anlage an die RFU weiter. Vertretungen der Feuerwehren Obergösgen (links) und Lüsslingen-Nennikofen (rechts) durften derweil den nicht länger benutzen Mannschaftstransporter bzw. das Tanklöschfahrzeug der aufgelösten Betriebsfeuerwehr in Empfang nehmen.
Bild: David Annaheim
Seit dem 1. Juli 2025 ist die Betriebsfeuerwehr der Coop-Verteilzentrale in Wangen bei Olten und Rickenbach Geschichte. Neu ist die Regionalfeuerwehr Untergäu für das Areal zuständig.
Wangen bei Olten Da die Auflagen der Solothurnischen Gebäudeversicherung (SGV) an die Coop-Verteilzentrale nicht länger eine eigene Betriebsfeuerwehr vorschreiben, rückt neuerdings die Regionalfeuerwehr Untergäu (RFU) aus, wenn es auf dem entsprechenden Areal auf Wangner und Rickenbacher Boden brenzlig wird.
Die RFU, deren Magazin in Wangen unmittelbar neben der Coop-Verteilzentrale liegt, wurde angesichts ihrer neuen Zuständigkeit nicht einfach ins kalte Wasser geworfen. «Während eines halben Jahres konnten unsere Feuerwehrleute die Örtlichkeit, welche eine grosse Einsatztiefe aufweist, kennenlernen», teilt RFU-Kommandant Philipp Felder mit. Überhaupt könne festgehalten werden: Die Übergabe hat hervorragend geklappt. Dies nicht zuletzt auch dank der Begleitung durch Philippe Stucki, Fachspezialist Technik bei der SGV.
Die Einsätze der knapp 30 Personen der Betriebsfeuerwehr, die hauptberuflich in der Verteilzentrale arbeiten, hatten sich jedoch in Grenzen gehalten: «In der Regel waren es sieben bis acht Einsätze pro Jahr, wobei es sich bei der grossen Mehrheit um ausgelöste Brandmeldeanlagen handelte, die beispielsweise durch Handwerker ausgelöst wurden», erklärt Roger Vogel, der seit 1987 bei der Betriebsfeuerwehr tätig und ab 2002 bis vor wenigen Tagen Kommandant war. Doch unmittelbar ausrücken, sobald in der Verteilzentrale der Alarm losgeht, muss die RFU weiterhin nicht: «Es gibt beim Tagbetrieb eine Verzögerung von drei Minuten, bis der Alarm rausgeht. In dieser Zeit kann sich der hauseigene Technische Dienst in Zukunft um allfällige Fehlalarme kümmern, damit die RFU nicht vergebens ausrücken muss», hält Roger Vogel fest.
Jene Leute, die bis anhin in der Betriebsfeuerwehr aktiv waren, gehen künftig ganz normal ihrem Beruf in der Verteilzentrale nach. «Sie in die RFU einzugliedern, würde keinen Sinn ergeben, da sie nicht rund um die Uhr verfügbar wären. Viele wohnen nicht in der Nähe ihres Arbeitsorts und somit auch nicht in der Nähe der Magazine der RFU», sagt Roger Vogel, der beispielsweise in Safenwil zuhause ist.
Aufgrund ihrer Grössenordnung sah die Ausstattung der Betriebsfeuerwehr mitunter auch ein Tanklöschfahrzeug vor. Dieses sowie ein Mannschaftstransporter wurden nun weiterverkauft. «Die SGV war hier als Vermittlerin im Einsatz und hat geschaut, an welchem Ort die Fahrzeuge am sinnvollsten genutzt werden können», informiert Roger Vogel. «Was den Preis betrifft, kann ich sagen, dass wir die Fahrzeuge weit unter Marktwert abgeben.» Über die Fahrzeuge freuen dürfen sich nun die beiden Feuerwehren aus Obergösgen (Mannschaftstransporter) sowie aus Lüsslingen-Nennikofen (Tanklöschfahrzeug).
David Annaheim
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