Der Waschbär
Das niedliche Raubtier stellt die Jäger vor grosse Herausforderungen
Gian Baumann.
Bild: zvg
Das Musikschulgebäude an der Leberngasse ist mir ein vertrauter Ort, mit welchem ich viele schöne Erinnerungen verbinde. Ich durfte in meiner Kindheit viele Stunden in diesem Gebäude verbringen. Es war aber schon damals klar: Die Musikschule hat ein Platzproblem und kann diese nur durch einen unbefriedigenden Flickenteppich überbrücken. Die Musikschule ist nicht nur an der Leberngasse anwesend, sondern verteilt in der ganzen Stadt. Jedoch haben die Räumlichkeiten zum Teil beträchtliche Mängel oder bieten schlichtweg nicht genügend Platz. Die Musikschule in einem Gebäude mit geeigneten Räumlichkeiten zusammenzuführen ist dementsprechend schon lange gewünscht.
Gleichzeitig liegt das Kapuzinerkloster im Herzen der Stadt seit mittlerweile zwei Jahren leer. Die Begleitkommission Innenstadt kam klar zum Schluss, dass die Musikschule am besten an diesem Standort geeignet wäre. Mögliche andere Nutzungen waren die Zusammenlegung der Bibliotheken im Kloster oder das Kunstmuseum gewesen. Jedoch stellte sich heraus, dass unter anderem die Raumaufteilung zu massiven logistischen Herausforderungen geführt hätten.
Oft, wenn ich beim Klosterplatz vorbeigefahren bin, habe ich mich gefragt, warum dieser wunderschöne Klostergarten nicht öfters und niederschwelliger der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das jetzige Projekt schafft meiner Meinung nach genau das: Es wird ein Begegnungs- und Rückzugsort geschaffen, der für alle zugänglich ist und gleichzeitig werden die Räume im Kloster sinnvoll genutzt. Ein Gastronomieangebot könnte den Garten zusätzlich beleben, ohne dass es zu einem Konsumzwang kommt.
Das Projekt «Musikschule im Kapuzinerkloster» schafft eine Perspektive für eine wichtige städtische Institution, schafft einen Begegnungsort, der verschiedene Bevölkerungsschichten zusammenbringt und nimmt gleichzeitig Rücksicht auf die denkmalgeschützte Substanz. Sagen Sie deshalb diesen Sonntag Ja zum Verpflichtungskredit!
Gian Baumann, Junge Grüne Region Olten
Nächste Woche:
Die Mitglieder der Oltner Ortsparteien schreiben abwechselnd «Blickwinkel»-Kolumnen in der NOZ. In der kommenden Ausgabe an der Reihe: FDP Olten.
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