Bruno Rölli
Er konnte seinen Gravurladen in neue Hände übergeben
Nachdem die Oltner Trendsporthalle «Momentum» Ende August schwer vom Hagelsturm getroffen wurde, öffnet sie in den kommenden Tagen ihre Türen wieder. Längerfristig ist der Betrieb aber noch nicht gesichert, denn die Stadt will die Leistungsvereinbarung mit der Hallenbetreiberin auslaufen lassen.
Olten Als die Genossenschaft "Trendsporthalle Olten" Ende 2018 ihre Boulder- und Skatehalle «Momentum» eröffnete, bekundete sie in den Folgejahren immer wieder mal Probleme mit ihrem Dach, weshalb es 2023 saniert wurde. Doch selbst das sanierte Dach konnte der Wucht des Hagelsturms vom 28. August nicht widerstehen. «Ein Teil davon ist weggeflogen und zum Glück wurde niemand verletzt», erzählt Alexander Troitzsch, Präsident der Genossenschaft. Der Hallenvermieter, der auch eine Dachdeckerfirma besitzt, habe in der Folge schnell reagiert und ein provisorisches Dach montiert. Ein grosser Schaden war jedoch bereits angerichtet: «Die Zwischendecke war komplett durchfeuchtet, genauso wie die Bodenmatte im Boulderbereich.» Dieser Tage wird nun ein Fallschutz an der Decke installiert, so dass die Halle in wenigen Tagen wieder öffnen kann. Komplett saniert wird die Zwischendecke voraussichtlich im kommenden Sommer, wenn die Trendsporthalle ohnehin eine Betriebspause einlegt. Idealerweise soll die Halle dann auch bezüglich Akustik und Schall optimiert werden. Insbesondere wenn die Skateboarder auf die Platten knallen, kann es ordentlich laut werden.
Während der Hagelschaden eine unmittelbare Herausforderung darstellt, kämpft die Genossenschaft Trendsporthalle Olten auch um den langfristigen Fortbestand des Betriebs. Der Stadtrat sieht vor, die bis Ende 2027 andauernde Leistungsvereinbarung auslaufen zu lassen.
Finanziell würde die gestrichene Unterstützung von jährlich 52'000 Franken bei einem Gesamtaufwand von rund 160'000 Franken einen grossen Einschnitt bedeuten. «Wird der Beitrag gestrichen, geht das Momentum entweder ganz zu oder es hat andere gravierende Folgen wie den Wegfall des Skateparks, wobei eigentlich beides – Bouldern und Skaten – elementar für uns ist», erklärt Alexander Troitzsch. Da die Halle ein niederschwelliges Angebot darstellen soll, werden die Eintrittspreise bewusst moderat gehalten. Zumal ein Skatepark alleine durch die Einnahmen niemals kommerziell funktionieren könnte. Heisst: Man ist auf die Unterstützung der Stadt angewiesen.
Am vergangenen Montag hat die Genossenschaft Trendsporthalle Olten nun einen Volksauftrag mit über 500 Unterschriften eingereicht, der vorsieht, dass der Beitrag der Stadt lediglich um 5 Prozent gekürzt werden soll. Zudem hofft die Genossenschaft auf die Unterstützung aus dem Stadtparlament, damit der Betrieb des «Momentum» über das Jahr 2027 hinaus gesichert werden kann.
Infos zur Trendsporthalle: www.momentumolten.ch
David Annaheim
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