Marco Lorenz
Dullikens Gemeindepräsident blickt zurück auf seine ersten Monate im Amt
Hans-Ulrich Schär.
Bild: fotopoint.ch
Hans-Ulrich Schär, Stadtpräsident von Aarburg, blickt zurück auf die budgetlose Zeit sowie weitere Herausforderungen, aber auch Höhepunkte im Jahr 2025 und gibt einen Ausblick auf das bevorstehende Jahr.
Hans-Ulrich Schär, das Jahr 2025 startete in Aarburg herausfordernd mit einem budgetlosen Zustand. Wie schwierig war diese Zeit rückblickend?
Der budgetlose Zustand war zweifellos eine Herausforderung, weil er den Handlungsspielraum massiv einschränkte und Projekte verzögerte. Dank der umsichtig arbeitenden Verwaltung konnte der Betrieb jederzeit sichergestellt werden. Leider fielen insbesondere im Bereich der Schule diverse Veranstaltungen und Anlässe ins Wasser, so etwa das Jugendfest, welches 2026 nachgeholt wird.
Die Vereinsunterstützung wird derzeit neu aufgegleist. Was sind die Kernaspekte des geplanten Reglements?
Das neue Reglement schafft Transparenz und Fairness. Es definiert klare Kriterien, strukturiert Beiträge nach Kategorien, führt einen einheitlichen Antrags- und Abrechnungsprozess ein und fokussiert auf die infrastrukturelle Unterstützung. Ziel ist es, das vielfältige Vereinsleben nachhaltig zu stärken.
Welche weiteren Herausforderungen gab es für die Stadt 2025?
Das Projekt der Nachnutzung der Festung war auf gutem Weg, wurde dann jedoch vom Kanton abrupt eingestellt. Hier sind wir wieder auf Feld eins. Im Bereich des Standortmarketings wurde im Sinne eines starken Auftritts gegenüber dem Kanton der Beitritt zur Wirtschaftsförderung Oftringen Rothrist Zofingen beschlossen. Gleichzeitig bleiben wir der Wirtschaftsförderung Olten treu.
Die Sanierung der Liegenschaft «Falken» wurde abgeschlossen. Wird der Mehrzweckraum bereits rege genutzt? Und ist eine gastronomische Nutzung weiterhin geplant?
Ja, der Mehrzweckraum wurde bereits für verschiedene Anlässe genutzt. Eine durchgehende gastronomische Nutzung ist nicht vorgesehen. Ab 2026 wird dort der Mittagstisch für Schulkinder stattfinden.
Neu gibt es offizielle Bike Trails im Aarburger und Oftringer Wald. Gibt es erste Erkenntnisse zur Einhaltung des Verkehrsregimes?
Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Viele nutzen die offiziellen Trails wie vorgesehen, Verstösse sind seltener als erwartet. Die gute Signalisation und Aufklärung zeigen Wirkung.
Was bleibt Ihnen vom Jahr 2025 besonders positiv in Erinnerung?
Dass die Bevölkerung das Budget an der Urne genehmigt hat und somit dem Stadtrat das Vertrauen ausgesprochen hat.
Aarburg und Murgenthal wollten 2026 eigentlich um den Donnschtig-Jass buhlen...
Leider fällt das Duell ins Wasser, da Murgenthal den Kredit an der Gemeindeversammlung abgelehnt hat. Dies ist umso schmerzlicher, da die beiden OKs hervorragend zusammengearbeitet haben und die Vorbereitungsarbeiten bereits weit fortgeschritten waren. Die Region verpasst damit eine einmalige Chance, sich landesweit positiv zu präsentieren. [Anm. d. Red.: Kurz vor Redaktionsschluss teilte die Stadt mit, dass SRF nun eine neue Gemeinde als Gegenspielerin für Aarburg sucht, es besteht also noch Hoffnung.]
2026 findet sicher das erwähnte Jugendfest statt. Wie laufen die Vorbereitungen?
Die zuständige Kommission ist intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt. Das Jugendfest soll Tradition und Moderne verbinden und die Schülerinnen und Schüler aktiv einbeziehen. Das Programm und der Ablauf entsprechen grösstenteils der erfolgreichen Durchführung 2022.
Welche weiteren Themen beschäftigen die Stadt Aarburg 2026?
Im Fokus stehen die Schulraumplanung, die Verkehrssicherheit – insbesondere Schulwege – sowie die Definition der Legislaturziele für die Jahre 2027 bis 2030.
Interview: David Annaheim
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