Marco Lorenz
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Aarburg In sanftes Kerzenlicht getaucht und von adventlicher Erwartung getragen, verwandelte sich die Stadtkirche Aarburg am Montagabend in einen musikalischen Resonanzraum der besonderen Art. Das Kerzenlichtkonzert des Vereins Schweizer Mozartweg zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, die den ersten Dezemberabend nutzen wollten, um einen Moment innezuhalten – ganz im Sinne des Konzertmottos «Verweilen am Mozartweg». Bereits beim Betreten der imposanten Felsenkirche spürte man jene Atmosphäre, die nur durch das Zusammenspiel von warmem Kerzenschein, historischer Architektur und konzentrierter Stille entstehen kann. Die freie Platzwahl führte dazu, dass sich das Publikum harmonisch verteilte, und so blieb der Blick auf den Altarraum frei, wo sich die beiden Musikerinnen und Musiker positionierten: Matthias Steiner an der Violine und Christina Kunz an Spinett und an der Orgel.
Das Programm umfasste Werke von W. A. Mozart, J. S. Bach sowie weiteren barocken und frühklassischen Komponisten. Matthias Steiner zeichnete sich durch ein Spiel aus, das zwischen lyrischer Wärme und virtuoser Transparenz oszillierte. Besonders Mozarts melodische Linien erhielten durch seine feine Artikulation eine Leichtigkeit, die perfekt in die vorweihnachtliche Stimmung passte. Christina Kunz ergänzte dies am Spinett und an der Orgel mit einer beeindruckenden stilistischen Sicherheit. Die historische Klangfarbe des Spinetts verlieh den frühen Werken zusätzliche Authentizität, während die Orgel die Kirche in einem majestätischen Klangbad erfüllte. ohne jemals die Intimität des Abends zu übertönen.
Das Publikum lauschte mit grosser Aufmerksamkeit; viele schienen bewusst die ruhige Alternative zum üblichen vorweihnachtlichen Trubel zu suchen. Die rund einstündige Dauer des Konzerts erwies sich als ideal. Lang genug, um sich in die Musik zu vertiefen, und kurz genug, um den Zauber des Augenblicks nicht zu verlieren. Der abschliessende Applaus war herzlich und anhaltend.
Das Kerzenlichtkonzert des Schweizer Mozartweg setzte einen eindrücklichen musikalischen Akzent zum Beginn der Adventszeit. Mit grosser künstlerischer Hingabe und einem sensiblen Gespür für den besonderen Rahmen gelang es Mathias Steiner und Christian Kunz, einen Abend zu gestalten, der sowohl künstlerisch überzeugte als auch seelisch berührte.
Hans-Ulrich Schär
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