Bruno Rölli
Er konnte seinen Gravurladen in neue Hände übergeben
Lukas Neumaier.
Bild: zvg
Die SVP Kanton Solothurn bezeichnete am 13. August 2026 die geplante Aufstockung als Alibi-Massnahme. Leider schöpft Bundesrat Beat Jans seine Möglichkeiten zur Bekämpfung der Kriminalität nicht vollständig aus. Dennoch greift eine pauschale Kritik an zusätzlichen Polizeistellen zu kurz.
Durch die Zugehörigkeit zum Schengen-Raum und die offenen Grenzen ist unser Kanton stärker von grenzüberschreitender Kriminalität betroffen. Täter wechseln heute innert kürzester Zeit den Kanton oder überschreiten die Landesgrenze.
Deshalb ist eine Stellenaufstockung grundsätzlich sinnvoll. Entscheidend ist jedoch, wo die neuen Stellen geschaffen werden. Gleichzeitig erscheint eine Überprüfung der Polizeistrukturen im Kanton Solothurn angebracht. Zusätzliche Führungsebenen erhöhen die Sicherheit kaum. Mehr Polizistinnen und Polizisten im Einsatz- und Ermittlungsbereich stärken hingegen Präsenz und Strafverfolgung.
Die Aufstockung sollte deshalb differenziert beurteilt werden. Werden die Ressourcen dort eingesetzt, wo sie einen direkten Nutzen für die Bevölkerung bringen, ist sie eine sinnvolle Investition in die Sicherheit unseres Kantons.
Gleichzeitig stellt sich mit Blick auf die Zukunft die Frage, ob die Abschaffung der Stadtpolizei Olten tatsächlich der richtige Entscheid war. Denkbar wäre heute eine lokale Einheit innerhalb der Kantonspolizei, die sich gezielt um Olten und die Agglomeration kümmert. Eine überschaubare Organisation mit klarer lokaler Verankerung könnte die Sicherheit vor Ort zusätzlich stärken.
Lukas Neumaier, SVP Olten
Nächste Woche:
Die Mitglieder der Oltner Ortsparteien schreiben abwechselnd «Blickwinkel»-Kolumnen in der NOZ. In der kommenden Ausgabe an der Reihe: Olten jetzt!
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